Zurück im Verkehr

Guten Abend, ich melde mich zurück auf meinem Blog. Ich war nicht etwa in den Ferien, sondern eher in einer Art intensivem Arbeitsurlaub. So kann das gehen, wenn man einen Text vollendet, dann wieder verändert und wieder kürzt und so weiter… Was ich dabei lernte, einmal mehr, Zeichenbegrenzungen von Texten sind ätzend. Man formuliert seine Gedanken und muss dann wieder davon Abstriche machen und weiss zuletzt nicht, ob das Wichtigste nicht gerade dadurch verloren ging – sehr frustrierend. Schön, dass mir hier niemand sagt, wie lang die Beiträge sein dürften.

Warum “zurück im Verkehr”? In Bern fuhr mein Zug nicht ab, weil er ein technisches Problem hatte, dessen Ursache ich bisher nicht weiss. Nach 15 Minuten fuhren wir, 22 Minuten zu spät waren wir in Luzern. Für mich nicht weiter tragisch, mein Anschluss wartet immer brav auf mich: Mein Velo steht in der Station und ist jederzeit fahrbereit. Das konnte man von den Autos nicht behaupten; rund um den Bahnhofplatz, über die Seebrücke und dem ganzen Schweizerhofquai entlang stapelten sie sich in den abenteurlichsten Positionen, um sich gegenseitig den Weg zu verstellen. Es geht also nicht ohne Ampeln – oder man ist es hier nicht gewohnt, darum gibt’s regelmässig ein Chaos, wenn mal was nicht stimmt. Und es zeigt sich einmal mehr, was ich schon lange wusste: Das beste Verkehrsmittel ist doch einfach immer noch das gute alte Velo. Ich kann langsam auf dem Fahrradstreifen fahren und muss mich nur selten über ein paar weniger intelligente Zeitgenossen ärgern, die auch noch dieses Gebiet für sich in Beschlag nehmen. Ich komme ja nicht rasend schnell vorwärts, aber bin dennoch eher zu Hause als alle anderen in ihren teuren Kisten. Es sollte rund um die Stadt grosse Park-and-Ride-Anlagen geben, wo man sein Auto parkieren könnte und dafür ein Mietvelo für einen Tag bekommt. Statt stapelweise Blechkisten könnten wir alle dann auf acht Spuren entspannt durch die schöne Stadt fahren…. Ja, das würde mir gefallen.

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