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Servus Österreich

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Österreich, i halt auf di / I steh auf deine Mondseeaugen
Auf deine schwarzen Lungen / Auf dei braune Zungen
Österreich, i steh auf di / Auf deine olympischen Augenringe […]
Es muss ja nicht unbedingt Salzburg sein […]
Österreich, i halt auf di / Auf deine kleinen Grössen
Auf deine grossen Toten / Auf den kleinen Braunen und den Braten […]
Österreich, hoch sollst du leben / Du hast a rabenschwarze Seel
Und a feuerrotes Herz / Und an stinkerten Pelz
Österreich, solang’s noch geht […]

Stiller Has – Österreich vom Album «Stelzen», 2003.

Österreich 2018 – das ist ein sehr wohlhabendes Land mitten in Europa. Die Staatsbahngesellschaft ÖBB beschäftigt aus Schweizer Sicht noch ziemlich viel Personal; selbst an kleineren Bahnhöfen winkt stets ein Wärter dem Schnellzug nach. In den Regionalzügen ist es oft lärmig, in den Schnellzügen ruhig und geschäftig, was nicht zuletzt am schnellen Wifi liegt. Alles funktioniert ziemlich reibungslos und ordentlich. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit gegenüber Reisenden.

Die Politik ist nicht mehr feuerrot-rabenschwarz wie sonst meistens in der zweiten Republik. Sie erlebte 2016 eine Präsidentschaftswahl in drei Etappen, aus der Alexander van der Bellen zweimal als Sieger hervorging. Doch bei den vorgezogenen Wahlen 2017 flogen seine Grünen aus dem Nationalrat, während ÖVP und FPÖ zulegten. Seitdem ist türkis-blau angesagt; es wird sich zeigen, wie kurz oder lang das dauert. Während meinem Besuch weilen der Präsident, die halbe Regierung und die Wirtschaftselite gerade in China und die Gratisblätter schreiben einander ab, wer der im Land Gebliebenen der höchste Amtsträger wäre. Anders als 2000 löste die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen international wenig Resonanz aus; sei es weil ausser einem Kopftuchverbot wenig Umstrittenes geplant ist, sei es weil namentlich in Osteuropa extremere Parteien allein an der Macht sind. Doch just mit Victor Orban oder dem PiS-Kabinett sucht die österreichische Regierung den Schulterschluss. Wo das hinführt? Sebastian Kurz mag smart wirken, politisch aber gibt es kaum Gemeinsamkeiten mit Emmanuel Macron, dem anderen jungen Gesicht in Europas Politszene.

Und die Geschichte? Für ein Jubiläums- und Gedenkjahr – Untergang der Donaumonarchie, Gründung der ersten Republik 1918 bzw. «Anschluss» ans Grossdeutsche Reich 1938 – ist auffällig wenig zu sehen oder erleben. Eine Ausstellung in Linz zur Zwischenkriegszeit, eine in Salzburg zur Nazizeit und etwas in Graz zum Holocaust – that’s all?! Mehr wird folgen. Die Eröffnung des neuen Zeitgeschichte-Museums in Wien wurde abermals verschoben, aber es soll bis November klappen, also noch rechtzeitig zum 100-Jährigen. Dann komme ich gern wieder.

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Graz

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Graz, die Hauptstadt der Steiermark, etwas südlich in Österreich gelegen, ist die zweitgrösste Stadt der Republik. Der Platz vor dem Bahnhof wird überspannt von einem riesigen Kreis-Monument. Von dort führt eine Hauptachse hinunter zum Stadtzentrum am Fluss Mur. Leicht gebogen durchquert sie verschiedene Quartiere, mal sehr gepflegt und teurer, mal deutlich weniger.

Ein Highlight, wortwörtlich verstanden, ist der Schlossberg. Vom rund 1000-jährige Schloss bzw. dem slawischen Wort Gradec (kleine Burg) stammt der Name der Stadt. Mit modernster Lifttechnik gelangt man heute in Windeseile zum schönen Park beim Uhrturm, wo sich an diesem sonnigen Samstag halb Graz tummelt.

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Österreich

Salzburg

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Salzburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes, mit rund 120’000 Einwohnern die viertgrösste Stadt Österreichs, weltbekannt durch die 1920 begründeten Festspiele. Geschichtlich war Salzburg lange ein geistliches Territorium, die Erzbischöfe von Salzburg regierten also in der Stadt an der Salzach und ihrem Umland; erst 1805 wurde das Gebiet Teil des Habsburgerreichs bzw. Österreichs. Diese spezielle Prägung ist noch vielerorts sichtbar.

Auf jeden Fall ein Besuch wert ist die Festung Hohensalzburg, die über der Stadt thront. Sie ist mit der Festungsbahn bequem zu erreichen. Oben angekommen ist nicht alles ideal beschildert, die vielen Baustellen erschweren den Besuch etwas. Empfehlenswert ist ein früher Besuch, dann stehen die Fürstengemächer offen, in denen im frühen 16. Jahrhundert Erzbischof Leonhard von Keutschach wohnte. Von der Festung, die während des Dreissigjährigen Kriegs ausgebaut wurde, bietet sich ein schönes Panorama. Ich bin sicher, dass die diversen Stände und Bars im Sommer voll sind.
Unterhalb sind der Dom und das zugehörige Museum zu bewundern. Hier zeigt sich gut, wie eng die Geschichte der Stadt mit jener des Erzbistums verbunden ist. Interessant ist die aktuelle Ausstellung über Wolf von Raitenau, einen der herausragendsten und schillerndsten Erzbischöfe in der Geschichte.
Das Museum für moderne Kunst bietet an zwei Standorten eine willkommene Abwechslung zum geistlichen und weltlichen Erbe der Erzbischöfe.

SalzburgMuseum zeigt neben der Dauerausstellung 100x Salzburg aktuell eine Ausstellung Krieg, Trpmmer etc. über die Nazizeit.

Schloss Hellbrunn

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